Kunden.
Darüber freut sich jeder Unternehmer!
Oder?
Natürlich sind Kunden willkommen!
Wirklich?
Manchmal brauchst Du Dich nur mal genau beobachten und vielleicht erwischst Du Dich dabei, doch nicht nur positiv über Deine Kunden zu denken.
Als das mir geschah, war ich „peinlich berührt“.
Das ist meine (wahre) Geschichte.
Vielleicht ist es auch Deine Geschichte, falls der Umsatz bei Dir nicht so richtig kommen und bleiben will.
Wenn der Kunde meint, dass etwas nicht funktioniere
Wir bei INCONET Media geben alles (und noch mehr), damit unsere Kunden Freude an unseren Produkten und Dienstleistungen haben. Seit wir 1996 an den Start gingen, ist dies so.
Ich erinnere mich noch genau.
Es war, als wir noch TYPO3-Dienstleister waren.
TYPO3 ist ein „Homepage-System“ (Content Management System) der Oberliga.
Zumindest damals.
Ein Kunde rief an und beschwerte sich, dass es einen „Fehler“ in seinem TYPO3-System gab.
Ich lächelte.
Und ich dachte mir so:
„Ach ja, da sitzt wie immer das Problem wieder vor dem Computer!“
Ich dachte es nicht nur, ich sagte es dem Kunden auch genau so.
Denn ich wusste, dass sehr oft kein Systemfehler sondern ein Bedienfehler vorlag, weil der Kunde einfach nicht mehr wusste, wie etwas ging.
Das er die Bedienung nicht mehr drauf hatte, traute sich der Kunde nicht zu sagen.
Aber wir machten kaum Fehler, denn wir gaben immer alles, um jedem Fehler unsererseits auszuschließen.
Kunden riefen nicht mehr an
Meine Wahrheit war also einfach:
„Es gibt selten mal einen Fehler im System, sondern nur Fehler, die vor dem Bildschirm sitzen!“
Meinen Ausspruch änderte ich erst, als ich merkte, dass manche Kunden sich nicht mehr trauten, bei meiner Firma anzurufen. Das war mein persönlicher Augenöffner, was so ein locker daher gesagter Spruch anrichten kann.
Meine Kunden hatten Angst.
Vor mir!
Wie grausam!
Denn es zeigte mir, was ich tatsächlich über meine Homepage-Kunden dachte.
Das war schlimm!
Was Du gibst, bekommst Du zurück!
So lautet eine einfache Regel im Mentaltraining und eines Tages war ich mal in der Situation meiner Kunden. Vor einiger Zeit hatte ich mir ein neues Auto gegönnt, so richtig ganz neu. Es war eine wahre Freude mit dem Auto. Eines Morgens, ich hatte einen Kundentermin, wollte ich mein neues Auto „ausführen“, doch das liebe Auto machte keinen Muckser – nicht mal einen.
Ich ließ den Pannendienst kommen und der Mensch sagte mir, dass die Batterie völlig leer sei. Da ich den Abend zuvor gegen Mitternacht erst das Auto in die Garage gestellt hatte und seit dem erst 8 Stunden vergangen waren, konnte ich das nicht glauben.
„Ja, da haben Sie wahrscheinlich das Licht angelassen“ – so die trockene Antwort des Pannenhelfers.
Aha, also die „Schuld“ lag bei mir.
Ich rief einige Tage später meinen Auto-Händler an, um ihm die Geschichte zu erzählen und er sagte so in etwa das Gleiche.
Ich lächelte.
Pannenhelfer und Autohändler reagierten genau so, wie ich mit meinen Homepage-Kunden.
Doch die Erkenntnis ging weiter.
Kunden und das Thema Schuld
Dienstleister haben sehr oft ein Thema mit dem Thema Schuld.
Als ich bei meinem neuen Auto glaubte, man wolle mir die Schuld geben, da reagierte ich stark.
Ein Mentaltrainer erklärte es mir und später, in diversen Coaching-Ausbildungen, lernte ich es:
- Wir denken das über andere, was wir über uns selbst glauben.
- Eigentlich sind unsere Gedanken und Worte nur Selbstgespräche.
- Das was wir über andere denken, erleben wir selbst, um es zu erkennen.
Wie denkst Du wirklich über Deine Kunden?
Meine Frage lautet nun an Dich:
Was denkst Du im tiefen Inneren über Deine Kunden?
Wie reagierst Du, wenn sie reklamieren, obwohl dem äußeren Anschein nach kein wirkliches Problem existieren kann?
Unterschätze Deine Ausstrahlung nicht!
Ich erlebe als Berater immer wieder, wie sich gerade Solo-Unternehmer und Chefs kleiner Unternehmen selbst im Wege stehen. Oftmals sind sie sich nicht bewusst, welche Programme da im Unbewussten wirken.
Ich war mir meiner Programme damals auch nicht bewusst.
Und dabei war das gar nicht böse gemeint, was ich damals dachte – und trotzdem entfernten sich meine Kunden immer mehr.
Achte ruhig mal eine Weile auf Deine Gedanken
Mein Tipp lautet:
Kläre einfach für Dich, was Du wirklich über Deine Kunden denkst.
Manchmal, wenn es nicht so richtig mit dem Umsatz klappt, liegt es an unserem Denken, das andere Menschen unbewusst empfangen können.
Du kannst die Frage auch von einer anderen Seite her beleuchten, nämlich mit einer Ergänzungsfrage:
Wie viel Freude machen Dir Deine Kunden?
Die Zeit, die Du mit Deinen Kunden verbringst – wie viel Freude macht sie Dir? Und wenn da „Eintrübungen“ sind, dann schau mal, was Dich stört.
Möglicherweise findest Du so zurück zu der Frage, was Du wirklich von Deinen Kunden denkst.
Nimm Dir einfach etwas Zeit.
Die Beantwortung lohnt sich.
Denn wenn Du erst Deine „Wahrheit“ kennst, dann befreit das sehr.
Dann kannst Du ja ändern, wozu Du Lust hast.
Eines ist klar:
Wenn Du Deine Kunden wirklich liebst, dann lieben sie Dich!
In diesem Sinne! 😉
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Photo by Hannah Troupe on Unsplash